Literaturnachmittag - Internationaler Bund

im Bürgerpark

25. September 2026

Ein kleiner Literaturnachmittag mit einem ganz besonderen Moment


Manchmal kommt alles anders als geplant – und manchmal liegt genau darin etwas Besonderes.


Am Freitag, den 25. September, war ich beim Internationalen Bund zu einem Literaturnachmittag eingeladen,

der auf dem Gelände des wunderschönen Bürgerparks stattfand.

Im Vorfeld hatte sich bereits abgezeichnet, dass die Teilnehmerzahl überschaubar bleiben würde.

Einige Zusagen wurden wieder zurückgenommen und so war zunächst überhaupt nicht klar,

ob und wie viele Interessierte kommen würden.

Um 14 Uhr standen wir schließlich zu fünft am vereinbarten Ort – Mitarbeitende des Internationalen Bundes und des Frauenzentrums, ein Kind und ich.

Nach und nach kamen noch drei Interessierte hinzu und wir machten es uns bei schönstem Wetter unter dem Dach des Pavillons gemütlich.


Sehr schnell stellte sich heraus:

Fast jeder in dieser kleinen Runde schrieb selbst oder trug zumindest den Wunsch in sich, einmal Autor oder Autorin zu werden.

So entwickelte sich aus meinem Vortrag über das Schreiben, das Autorenleben und die Entstehung von Geschichten bald ein sehr persönlicher Austausch.


Und dann geschah dieser eine kleine Moment, den vermutlich niemand von uns vergessen wird.


Ich erzählte von meiner neuesten Buchidee.

Darin geht es um Schmetterlinge und um die besondere Vorstellung, dass Menschen in ihnen manchmal eine Verbindung zu den Seelen Verstorbener sehen.

Als ich meine Ausführungen beendet hatte, machte uns eine Teilnehmerin darauf aufmerksam, dass sich während meiner Erzählung ein Schmetterling oben auf dem Pavillondach niedergelassen hatte.

Wir alle blickten nach oben.

Für einen kurzen Moment war es ganz still.

Zufall? Vielleicht.

Aber manchmal darf man einen Augenblick einfach so nehmen,

wie er sich anfühlt:  magisch.


Zum Abschluss wurden zwei online eingereichte Beiträge für den Literaturwettbewerb vorgelesen – einer von einem Jungen im Grundschulalter, der andere von einer jungen Frau.

Beide Texte waren völlig unterschiedlich und berührten uns gerade deshalb auf ihre ganz eigene Weise.

Einen „Gewinner“ daraus bestimmen zu wollen, fühlte sich beinahe unmöglich an.

Beide Beiträge hatten etwas geschaffen, was Literatur im besten Fall kann: Sie haben etwas in uns ausgelöst.


Vielleicht war es am Ende gerade diese kleine Runde im wunderschönen Bürgerpark,

die den Nachmittag so besonders gemacht hat.


Nicht groß. Nicht laut.



Aber voller Geschichten, Gedanken, Begegnungen – und eines kleinen Schmetterlings auf dem Dach.

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